Carboxytherapie

Carboxytherapie

Medizinische Anwendung

Die medizinische Carboxytherapie kann alternativ zu schmerzlindernden Medikamenten eingesetzt werden. Das medizinische Kohlendioxid wird an schmerzenden Stellen unter die Haut injiziert. Dies kann zu Gefäßerweiterung und dadurch zur besseren Durchblutung des behandelnden Areals führen. Neben der schmerzlindernden Wirkung besitzt das Kohlendioxid auch regenerierende Eigenschaften. Die betroffene Stelle sowie das umliegende Gewebe werden mit Sauerstoff und Nährstoffen angereichert und regenerative Prozesse werden unterstützt.

Anwendungsgebiete der Carboxytherapie – Schmerztherapie:

  • Spannungskopfschmerzen, Migräne
  • Bewegungsschmerzen im Schulter- und Armbereich
  • Periphere Durchblutungsstörung
  • Nacken- und Rückenschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Tennis- und Golferellenbogen
  • Durchblutungsstörungen
  • Narbenschmerzen

Bei chronischen und akuten Beschwerden wird die nebenwirkungsarme Schmerztherapie mit CO2 etwa ein- bis zweimal in der Woche durchgeführt. Nach Besserung der Beschwerden kann der Behandlungszyklus immer weiter reduziert werden.

Nebenwirkungen:
Die behandelte Stelle kann erröten und sich ggf. erwärmen. Oft verspürt man ein kurzes (einige Sekunden lang andauerndes), kribbelndes Gefühl an der behandelnden Stelle. Es kann an der Einstichstelle zu kleinen Blutergüssen kommen. Das medizinische Kohlendioxid ist im Rahmen der Carboxytherapie nicht gesundheitsschädlich und darf nicht mit dem gefährlichen Einatmen von CO2 verwechselt werden.

Ästhetische Anwendung

Bei der Carboxytherapie handelt es sich um eine anerkannte Methode, die einen breiten Einsatz in der ästhetischen Medizin gefunden hat. Schon 1932 wurde in Frankreich Kohlensäure aus den Thermalquellen für Injektionen genutzt. In den neunziger Jahren wurde das Verfahren in Italien weiterentwickelt. Insbesondere wurden dort Applikationstechniken für die ästhetische Medizin ausgearbeitet. Dabei wurde der gefäßerweiternde Effekt zur Behandlung der Cellulite und zur Auflösung kleiner Fettdepots an verschiedenen Körperregionen genutzt.

carboxy vorher nachher

Die Carboxytherapie wird im ästhetischen Bereich eingesetzt zur:

  • Faltenreduktion im gesamten Gesichtsbereich
  • Faltenreduktion im Augenbereich
  • Pigmentflecken Behandlung
  • Cellulite- Reduktion
  • Narbenbehandlung
  • Kinn- und Halsstraffung
  • Oberarm- und Oberschenkelstraffung
  • Behandlung von Dehnungsstreifen
  • Fettreduktion
  • Straffung des Doppelkinns

Behandlungsablauf:

Bei der Carboxytherapie wird das gasförmige medizinische Kohlendioxid mit einer sehr dünnen Nadel direkt an der betroffenen Stelle injiziert.
Das injizierte medizinische Kohlendioxid fördert die Durchblutung, den Stoffwechsel und die Kollagenbildung. Der Körper reagiert mit Gefäßerweiterung und damit der besseren Durchblutung, Entschlackung, Minimierung der Dehnungsstreifen und Entsäuerung der behandelten Stellen. Durch die verbesserte Durchblutung wird das eingelagerte Fett besser abgebaut. Dadurch reduzieren sich Fettzellen, die Dehnungsstreifen gehen zurück und das Bindegewebe wird straffer. Mit einer kombinierten Behandlung von Carboxytherapie und Mesotherapie können sehr gute Ergebnisse im ästhetischen Bereich erzielt werden. Die Behandlungskombination führt durch die Gefäßerweiterung zu einer besseren Aufnahme der Mesotherapieinjektionen.

Nebenwirkungen:
Die behandelten Stellen werden durch die Verbesserung der Blutzirkulation für kurze Zeit gerötet sein und können sich ggf. erwärmen. Es kann ein kribbelndes und schmerzendes Gefühl entstehen, das nach einigen Sekunden bereits verschwindet. Durch die Blutgefäßerweiterung kann es zu einem kleinen Bluterguss kommen, der sich ebenfalls nach kurzer Zeit wieder zurückbildet. Das medizinische Kohlendioxid ist im Rahmen der Carboxytherapie nicht gesundheitsschädlich und darf nicht mit dem gefährlichen Einatmen von CO2 verwechselt werden.

 

Die injizierte Kohlensäure wird durch die Lunge wieder ausgeatmet.